Dorstener Eisbahn-Spezialist baut im Auftrag der
Österreichischen Firma AST Eisfläche für Eishockey-WM in
der Schalke-Arena

Es startete mit einem Weltrekord: 76.152 Zuschauer, fast so viele, wie
Dorsten Einwohner hat, wurden zum Eröffnungsspiel Deutschland–USA
erwartet. Im Auftrag der Österreichischen Firma AST bauten die Dorstener Mitarbeiter der Firma Interevent
dazu die
Eisbahn in der Veltins-Arena auf.
Mit
seinem Schlauch geht Azubi Lars Schmälter über das Eis und sprüht auf
Schichten Wasser auf. Diese und die Kältematten darunter lassen das Eis
Millimeter für Millimeter wachsen. Die Atmosphäre in der Veltins-Arena
ist schon etwas Besonderes, sagt Schmälter beeindruckt. Der Job mache in
der überdachten Arena und bei angenehmen Temperaturen auch mehr Spaß als
sonst, „im Gegensatz zum Winter.“
Von der Österreichischen Firma AST sind 14 Mitarbeiter von Interevent
angemietet worden, um die Eisbahn innerhalb von vier Tagen aufzubauen.
AST lieferte bereits in den vergangenen Jahren das Equipment für die
mobilen Interevent-Eisbahnen.
Daniel
Weinreich kontrolliert die Kältemaschinen, die etwa 250 Meter von der
Eisfläche entfernt außerhalb der Arena stehen. Tag und Nacht werden die
acht Maschinen (vier als Reserve) minütlich kontrolliert. „Der Mann auf
dem Eis würde erst nach etwa drei Stunden merken, dass die Maschinen
nicht laufen, weil es erst dann taut“, so Weinreich.
Von der Größe her sei die Eisfläche etwa fünf Mal so groß wie die
Eisbahn in Dorsten, so Weinreich. Die größte von Interevent verlegte
Eisfläche in Leverkusen sei etwas kleiner als die Hälfte der
Arena-Eisfläche. Weinreich: „Das Prinzip ist aber das Gleiche.“
Einige Unterschiede gibt es: Das Eis in der Arena wird für das Spiel
noch mit Linien versehen und weiß lackiert. Gleich drei Eismeister
kontrollieren außerdem die Qualität des Eises.
Nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die favorisierten
US-Kufen-Cracks wartet auf die Interevent-Mitarbeiter noch der Abbau.
Weinreich schätzt, dass der bis Anfang der kommenden Woche abgeschlossen
sein könnte.
Fotos: Berthold Fehmer (Dorstener Zeitung)
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